Hauskauf: So läuft der Notartermin ab

Der Notartermin gehört zu den wichtigsten Meilensteinen auf dem Weg zum Eigenheim. Die Vertragsunterzeichnung besiegelt rechtlich bindend den Eigentümerwechsel – und ist der Beginn Ihres neuen Lebens als Immobilienbesitzer.

Vor dem Beurkundungstermin

Als Käufer beauftragen Sie den Notar und tragen die mit der notariellen Leistung einhergehenden Gebühren. Beide Parten lassen dem beauftragten Notar ihre persönlichen Daten zukommen; der Verkäufer liefert außerdem alle Informationen und Unterlagen zum Objekt, so zum Beispiel den Energieausweis und die Grundbuchunterlagen.

Der Notar prüft die Angaben aus dem Grundbuch und setzt anschließend einen Kaufvertrag auf. Zwei Wochen vor dem vereinbarten Beurkundungstermin geht jeweils ein Exemplar an die beiden Vertragspartner. Den Kaufvertrag können Sie nun bei Bedarf von einem Anwalt prüfen lassen sowie Änderungswünsche notieren, die Sie während des Notartermins vorbringen möchten.

Notarielle Beurkundung

Die notarielle Beurkundung erfordert die persönliche Anwesenheit beider Vertragsparteien. Außerdem sind dem Notar die Personalausweise der Vertragspartner vorzulegen.

Anschließend wird der Vertragsentwurf verlesen und unklare Begriffe erläutert. An dieser Stelle können außerdem noch offene Fragen besprochen werden. Der Notar ist dabei zu einer neutralen und vollständigen Beratung verpflichtet. 

Falls Korrekturen notwendig oder Änderungswünsche geäußert werden, trägt der Notar sie handschriftlich in den Vertragsentwurf ein. Der ergänzte Vertrag erhält durch die geleisteten Unterschriften zwar seine rechtskräftige Gültigkeit, wird aber später durch ein korrigiertes, von einem Notarsiegel zusammengehaltenes, Exemplar ersetzt.

Sind schließlich beide Parteien mit den Modalitäten einverstanden, kann der Kaufvertrag unterzeichnet werden. 

Nach dem Termin: So geht es weiter

Nach der Unterzeichnung beantragt der Notar die Auflassungsvormerkung im Grundbuch, veranlasst den bescheinigten Verzicht eventueller Vorkaufsrechte seitens der Gemeinde und meldet den Immobilienkaufvertrag bei der Grunderwerbsteuerstelle an. Wenn nach etwa 2-6 Wochen alle rechtlichen Formalitäten geregelt sind, wird den Vertragspartnern die Fälligkeit des Kaufpreises mitgeteilt. Mit Eingang des Geldes auf dem vereinbarten Konto findet auch der Besitzübergang statt – mit allen Rechten und Pflichten. Nach der anschließenden Umschreibung des Eigentums im Grundbuch sind Sie schließlich Eigentümer Ihrer neuen Immobilie.

Der Weg zum Eigenheim

Der Bau eines Eigenheims ist wohl die größte Investition, die man im Leben tätigt. Der finanzielle Aufwand hierfür ist sehr hoch. Daher bedarf es nicht nur einer guten Planung, sondern es müssen auch einige wichtige Schritte beachtet werden. Grob unterschieden werden kann in drei Phasen: Vor, während und nach dem Bau des Eigenheims.

Etappe 1: Vor dem eigentlichen Baubeginn

Noch vor dem eigentlichen Baubeginn gibt es eine Menge an Vorarbeiten zu leisten. Diese Phase ist dabei der Arbeitsintensivste und wichtigste Abschnitt.

Kassensturz und Auswahl der Finanzierung

Hier entscheidet sich, welche finanziellen Möglichkeiten einem selbst eigentlich zur Verfügung stehen und welche Art von Eigenheim überhaupt in Frage kommt. Reichen die finanziellen Mittel eher für ein Reihenhaus, oder ist sogar eine Villa auf einem großen Grundstück möglich. Ein Baufinanzierungsrechner liefert hier erste Erkenntnisse zu den eigenen Möglichkeiten.

Auswahl des Grundstückes und Baukonzeptes

Nicht nur das zukünftige Eigenheim ist kostspielig, auch das passende Grundstück dazu kann einiges kosten. Je nach Lage und Größe variieren die Kosten stark. Nach der Auswahl des passenden Grundstückes geht es an die Auswahl des Baukonzeptes. Hier stellt sich die Frage, ob einzelne Planungsschritte selbst übernommen werden, oder ein Generalunternehmer am Ende ein schlüsselfertiges Haus übergibt. Je nach eigener Qualifikation kann hier besprochen werden, in welchem Umfang Eigenleistungen in das zukünftige Bauprojekt einfließen. Kann oder möchte man nicht aktiv ins Baugeschehen eingreifen, ist der Generalunternehmer allein verantwortlich für die Erbringung der vereinbarten Leistungen.

Planungsunterlagen erarbeiten

In den meisten Fällen werden die Bauzeichnungen von einem Architekten angefertigt. Ein Statiker ist ebenfalls in den Prozess involviert, um die spätere Tragefestigkeit des Gebäudes sicher zu stellen. Darüber hinaus ist auch die Art der Bauweise zu klären. Soll das Gebäude nach Massiv- oder Fertigbauweise entstehen? Sollen des Weiteren energetische Faktoren berücksichtigt werden, wie beispielsweise bei Passivhäusern? Oder sollen ökologischen Faktoren berücksichtigt werden? Darüber hinaus sind alle Hausanschlüsse zu planen und sonstige Konzepte, wie beispielsweise die Energieversorgung mittels Solarmodulen. Manchmal müssen noch örtliche Gegebenheiten beachtet werden, wie Lärmschutzmaßnahmen oder aber auch Besonderheiten beim Baugrund.

Unterlagen fertigstellen und konkrete Kosten ermitteln

Sind die Planungsunterlagen vollständig, können nun die vollständigen Kosten ermittelt werden. Dabei ist zu beachten, dass neben den reinen Baukosten, noch weitere Ausgaben zusätzlich anfallen. Hierunter fallen beispielsweise die Kosten für das Grundstück und mögliche Erschließungskosten. Daneben müssen Architekt, Statiker und Vermesser bezahlt werden. Und die Baugenehmigung bei der Behörde verursacht ebenfalls noch einmal zusätzliche Kosten.

Angebote einholen und Baufinanzierung abschließen

Nachdem nun sämtliche Kosten berücksichtigt worden sind, kann das konkrete Angebot für eine Baufinanzierung eingeholt werden. Finanzierungsspezialisten sichten Ihre Unterlagen und erstellen mittels Ihrer Angaben ein individuelles Angebot. Auch sollte an dieser Stelle noch geprüft werden, ob eventuell Versicherungen sinnvoll sind, um das Bauprojekt abzusichern. Gängig sind hier die Bauherrenhaftpflichtversicherung und eine Gebäudeversicherung.

Etappe 2: Beginn der Bauphase und Fertigstellung

Sind alle Vorarbeiten abgeschlossen und alle Verträge geschlossen, kann es endlich losgehen. Das Bauprojekt startet. Am Anfang steht als erstes die Einrichtung und Sicherung der Baustelle. Liegt die Baugenehmigung vor, beginnt die Bauphase. Ver- und Entsorgungsanschlüsse ans öffentliche Netz werden vorbereitet. Die Baugrube wird ausgehoben und das Fundament gegossen. Stück für Stück wächst das neue Eigenheim. Wichtig ist hier vor allem die ständige Kontrolle aller Bauabschnitte. Das erfolgt entweder durch den Bauherrn selbst, oder wird vom Architekten überwacht. Diese ständige Qualitätskontrolle ist wichtig, um frühzeitig etwaige Mängel zu erkennen und reklamieren zu können. Dazu gehört auch, Materiallieferungen und deren Rechnungen zu überprüfen, um die Einhaltung der Baukosten im Blick zu haben. Verlief alles planmäßig und ohne Komplikationen, kann schon sehr bald Richtfest gefeiert und schließlich das neue Heim bezogen werden.

Etappe 3: Ihr neues Zuhause ist fertig

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben Ihr neues Heim bezogen und können sich nun um die Feinarbeiten im Haus und auf dem Grundstück kümmern. Nach erfolgreicher Fertigstellung wurden alle Rechnungen mit den beteiligten Bauunternehmen beglichen. Nun beginnt die Rückzahlung der Baufinanzierung. Der entsprechende Finanzierungsexperte übernimmt auch nach der Realisierung des Bauprojektes die Betreuung und steht jederzeit bei Fragen zur Verfügung.

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