Grundstück in Bielefeld

Die Stadt Bielefeld, Oberzentrum in der Region Ostwestfalen-Lippe, gilt auch überregional als Geheimtipp, wenn es ums Bauen geht. Kein Wunder, finden sich hier doch zahlreiche attraktive Grundstücke in allen Lagen und Preisklassen.

Verschiedene Grundstücksarten

Doch Vorsicht beim Kauf eines Grundstückes, denn nicht jedes ist gleichgut zum Erwerb geeignet. In der Praxis werden verschiedene Arten von Grundstücken unterschieden.

Rohbauland

Unter dem Begriff Rohbauland werden Flächen verstanden, deren bauliche Nutzung von kommunaler Seite freigegeben ist. Jedoch sind diese Flächen noch nicht erschlossen. Darüber hinaus bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass sich das Rohbauland später auch tatsächlich als Bauland eignet. So kann bspw. eine unzureichende Gestaltung der Größe, Form oder Lage einer späteren baulichen Nutzung im Wege stehen. Ebenso ist nicht gesichert, dass das Rohbauland von kommunaler Seite auch tatsächlich erschlossen wird.

Unbebaute Grundstücke

Die Bezeichnung „unbebaut“ ist hier teils irreführend. Unbebaut ist ein Grundstück einerseits  dann, wenn es tatsächlich „leer“ ist. Anderseits kann der Begriff „unbebaut“ auch dann verwendet werden, wenn sich „keine benutzbaren Gebäude“ mehr auf dem Grundstück befinden. Befindet sich auf dem Grundstück also ein verfallenes oder zerstörtes Gebäude, darf ebenfalls von „unbebaut“ gesprochen werden, denn dieses ist im rechtlichen Sinne nicht mehr „benutzbar“.

Bauerwartungsland

Unter Bauerwartungsland versteht man Flächen, die in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich baulich genutzt werden dürfen. Kriterien, die diese Erwartung fördern, sind einerseits die Eignung der Flächen als Bauland. Ist bspw. in direkter Umgebung bereits erschlossenes Bauland vorhanden, steigert das die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Bebaubarkeit stark (subjektives Bauerwartungsland). Anderseits kann es auf kommunalrechtlicher Ebene Anzeichen dafür geben, dass eine Umwandlung in Bauland erfolgen wird. Das ist bspw. dann der Fall, wenn das Bauerwartungsland im Flächennutzungsplan der Gemeinde als Baufläche dargestellt wird (objektives Bauerwartungsland).

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