Energieausweis – Das sollten Sie wissen

Der Energieausweis ist gewissermaßen der Steckbrief eines Wohngebäudes: Er gibt mit übersichtlichen Kennziffern Auskunft über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Damit ist er für jeden relevant, der mit Immobilien zu tun hat: Während Vermieter und Verkäufer generell zur Vorlage des Energieausweis verpflichtet sind, können Mieter und Käufer anhand der Energieklassen die erwartbaren Nebenkosten einschätzen.

Brauche ich einen Energieausweis für meine Immobilie?

Sie sind Bauherr eines Neubaus oder Eigentümer einer Bestandsimmobilie? Dann brauchen Sie einen Energieausweis – zumindest, wenn Sie die Immobilie vermieten oder verkaufen möchten. Käufer und Mieter haben ein Anrecht darauf, sich Informationen über die Energieeffizienz ihres potenziellen Heims vorlegen zu lassen. Der Energieausweis funktioniert dabei nach dem Prinzip einer Ampel: Steht der Pfeil auf grün, ist der Energieverbrauch der Immobilie gering. Im gelben oder roten Bereich gibt es Verbesserungspotenzial. Den roten Bereich erreicht eine Immobilie ab einem Verbrauch von 250 Kwh pro Quadratmeter/Jahr.

Welche Angaben finde ich auf dem Energieausweis?

Auf dem Ausweis wird das Spektrum von Grün nach Rot mittels einer Skala in Energieklassen unterteilt: Beginnend bei A+ (sehr gute Energieeffizienz) bis H (mangelhafte Energieeffizienz). Auch das Baujahr der Immobilie, die Energieträger sowie das Ausstellungsdatum des Ausweises müssen zur Vergleichbarkeit vermerkt werden. Denn: Älteren Ausweisen liegt häufig noch eine andere Energiesparverordnung zugrunde, weswegen die Bewertung positiver ausfallen kann. Schlussendlich muss auch die Art des Energieausweises (verbrauchs- oder bedarfsorientiert) ersichtlich sein.

Verbrauchs- oder bedarfsorientierter Ausweis?

Der verbrauchsorientierte Energieausweis gibt an, wie hoch der Energieverbrauch der Hausbewohner innerhalb der letzten drei Jahre ausgefallen ist. Der bedarfsorientierte Ausweis beruht dagegen auf Berechnungen, die auch Faktoren wie Wärmedämmung und Heizklassen berücksichtigen; der ermittelte Wert ist damit unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Bedarfsorientierte Energieausweise sind somit objektiver, aber auch teurer in der Ausstellung. Beide Ausweise sind für 10 Jahre gültig.

Wo erhalte ich einen Energieusweis?

Einen verbrauchsorientierten Ausweis erhalten Sie beim Energieversorger. Den bedarfsorientierten Energieausweis beauftragen Sie dagegen bei qualifizierten Spezialisten wie Ingenieuren oder Heizungsbauern. Achten Sie darauf, dass eine Zusatzausbildung zum Energieberater vorliegt.

Sie möchten Ihre Immobilie vermieten, verkaufen oder sanieren und haben noch weitere Fragen zum Energieausweis? Wir sind jederzeit gerne für Sie da.

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